Der Einladung des OV Isny zu einer Veranstaltung rund um Sicherheit und Resilienz sind viele interessierte Bürger*innen ins Kurhaus Isny gefolgt. Gemeinsam mit Agnieszka Brugger, Mitglied des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag, der Stuttgarter Landtagsabgeordneten Petra Olschowski und mir wurde intensiv diskutiert.

Agnieszka Brugger ordnete in ihrem Impulsvortrag aktuelle politische Entwicklungen ein und warnte – auch mit Blick auf die Rede von Donald Trump in Davos – davor, sich „an den Irrsinn zu gewöhnen“. Sie gab Einblicke in ihre Arbeit und machte deutlich, wie vielschichtig das Thema Sicherheit ist: Es geht nicht nur um Bundeswehr und Verteidigung, sondern auch um den Schutz unserer Infrastruktur – von Verkehrswegen über die Energieversorgung bis hin zu sicheren Medikamentenlieferketten und dem Schutz unserer Universitäten.
Auch Petra Olschowski betonte, dass eine widerstandsfähige Demokratie mehr braucht als gute Absichten. Resilienz, Innovationskraft und gesellschaftlicher Zusammenhalt seien entscheidend, um aktuellen und künftigen Bedrohungen zu begegnen. Sie hob Baden-Württemberg als wichtigen Standort für sicherheitsrelevante Zukunftstechnologien hervor – von Luft- und Raumfahrt über KI und Quantentechnologien bis hin zur Cybersecurity. Zudem berichtete sie über ihre Arbeit als Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Anhand der vielfältigen Herausforderungen durch Cyberspionage und Cyberangriffe auf Unternehmen wurde deutlich, wie komplex und vielschichtig das Thema Sicherheit und Resilienz in der politischen Arbeit ist.
Im weiteren Verlauf wurde diskutiert, wie sich Deutschland besser gegen wachsende Bedrohungen wappnen kann und welche Verantwortung Wirtschaft, Wissenschaft und Politik dabei tragen. Einigkeit bestand darin, dass Innovationen gezielt gefördert und schneller in konkrete Sicherheitsanwendungen überführt werden müssen.

Besonders im Fokus stand die Perspektive junger Menschen, vor allem im Hinblick auf die Wehrpflicht. Petra und Agnieszka machten deutlich, wie wichtig es ist, bei dieser Debatte mit den Betroffenen selbst zu sprechen und ihnen Gehör zu verschaffen. Die Abgeordneten berichteten von ihren Gesprächen mit Jugendlichen – von Bedenken und Sorgen, aber auch von klaren Haltungen und dem großen Wissen, das junge Menschen in diese Gespräche einbringen.
Agnieszka Brugger und Petra Olschowski waren sich einig: Junge Menschen sollen auch in Zukunft in Freiheit und Sicherheit leben können – und aktiv an der Gestaltung dieser Zukunft mitwirken.
Ein für mich besonders wichtiger Punkt wurde am Ende der Veranstaltung diskutiert: feministische Außenpolitik. Wir waren uns einig, dass sie eine zentrale Rolle in der Debatte um Sicherheit und Resilienz unserer Gesellschaft spielt. Feministische Außenpolitik setzt darauf, Sicherheit ganzheitlich zu denken – mit dem Fokus auf Menschenrechte, Prävention und den Schutz derjenigen, die von Konflikten besonders betroffen sind. Denn stabile Gesellschaften entstehen dort, wo Gleichberechtigung und Teilhabe gestärkt werden.
Ich möchte mich sehr herzlich bei Yvonne Burgardt und Claudia Müller vom OV Isny für diese wichtige Veranstaltung bedanken. Angesichts der weltweiten Entwicklungen müssen wir uns intensiver mit diesen Themen auseinandersetzen. Denn Sicherheit entsteht nicht durch Abwarten, sondern durch Vorbereitung, Zusammenhalt und entschlossenes Handeln.
Danke auch an Petra und Agnieszka für ihr unermüdliches Engagement und ihre wichtige Arbeit.
Hier findet ihr den aktuellen Fraktionsvorstandsbeschluss der Grünen Bundestagsfraktion vom 19.01.2026 „Strom, Wasser, Krankenhäuser: So machen wir unser Land sicher“